TriSpeed Nachwuchs immer besser in Form

Packende Duelle im bayrischen Jugendcup  von philipp grötsch 

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Am 27.6.2010 stand der dritte Wettkampf zum bayrischen Jugendcup an und wir, das TriFighters Team, entschlossen uns schon einen Tag früher nach Kleinostheim zu reisen, um optimal ausgeruht zu sein und die Strecke schon einmal zu besichtigen.

 Am Wettkampftag ging es zu erst mit dem Shuttlebus an den nahegelegen Mainparksee, wo die überlange Schwimmstrecke, die eigentlich 750 m betragen sollte, zu absolvieren war. Da das Wasser aufgrund des guten Wetters warm genug war, herrschte für alle Starter Neoprenverbot. Nach einem etwas zu langsamen Anfang konnte ich gegen Ende der Schwimmstrecke noch etwas zulegen und hatte nach dem Schwimmen und einer Schwimmzeit von 12,52 min einen Rückstand von 1:18 min auf meinen größten Konkurrenten im Bayrischen-Jugendcup Simon Christel aus Forchheim.

 Das Rennen wurde nach dem Schwimmen unterbrochen und 2 Stunden danach mit einem Jagdstart, also Start nach den Zeitabständen des Schwimmens, wieder fortgesetzt. Hoch motiviert ging ich auf die 19,6 km lang Radstrecke, welche sich aus 5 Runden durch ein Industriegebiet zusammensetzte. Ich wollte den Rückstand schon auf dem Rad so schnell wie möglich neutralisieren und so fuhr ich den schnellsten Radsplit des Tages mit einer Zeit von 30,13 min, also einer Durschnittsgeschwindigkeit von fast 40 km/h, und konnte schon auf dem Rad etwa 40 Sekunden auf Simon gutmachen. Wenn das mal nicht zu schnell war, dachte ich mir auf dem Weg in die Wechselzone, da die heißen Temperaturen und der Aerohelm, welcher keine Ventilation zuläßt, seinen Tribut zollten.

 Nach dem Wechsel versuchte ich weiter Sekunden auf der 5 km langen Laufstrecke auf Simon gut zu machen, doch merkte ich schnell, das ich heute nicht die besten Beine hatte und wohl auch auf dem Rad etwas überzogen hatte. So kam ich mit einer enttäuschenden Laufzeit von 18:37 als zweiter ins Ziel.

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Am 4.7.2010 hieß es nun Revanche zu nehmen für den Wettkampf in Kleinostheim. Ich rechnete mir für das Rennen in Weißenbrunn(Oberfranken) auch gute Chancen aus, da die Schwimmstrecke nur 500 m betrug was für mich als nicht so starken Schwimmer ein Vorteil ist, da ich dadurch nicht zu viel Zeitrückstand mit auf die Strecke nehme.

 Nachdem ich bei strömendem Regen mein Rad in der Wechselzone platziert hatte ging es an den Schwimmstart im örtlichen Freibad auf 50 m Bahnen. Nach den ersten 200 m kam ein alt bekanntes Problem zum Vorschein. Ich fing an beim Schwimmen nachzudenken und verfiel in alte falsche Technikmuster.

Mit einer Schwimmzeit von 7,56 min und  etwa 50 Sekunden Rückstand machte ich mich mit einer ganzen Gruppe anderer Radfahrer auf die etwa 20 km lange, überwiegend bergige Radstrecke. Da Windschattenfahren verboten war, versuchte ich mich sofort an die Spitze dieser Gruppe zu setzten, was mir auch gleich gelang.

 Doch was war das? Schon auf der ersten Radrunde erkannte ich vor mir den roten Rennanzug von Simon und erhöhte nochmals den Raddruck. Simon lag auf Position zwei und ich konnte erstaunlich schnell zu ihm aufschließen. Als ich an einem Berg zum Überholen ansetzte, hörte ich ein ungewöhnlich lautes Rattern an Simons Fahrrad.  Nach dem Rennen erzählte er mir, dass  ihm beim Schalten am Berg der Seilzug des vorderen Umwerfers gerissen war und er so nur noch auf dem kleinen Ritzel fahren konnte.

So hatte ich nur noch einen Konkurrenten vor mir, nämlich Philipp Stadter vom ASC Kronach  und ging hoch motiviert zum Laufen. Die extrem harte Laufstrecke setzte sich aus 2 Runden zusammen, auf denen man jeweils 1 km nur bergauf lief um danach wieder 1 km bergab zu laufen. Ich konnte mich aber schon nach der ersten Wendepunktmarkierung an die Spitze setzen und baute meinen Vorsprung bis ins Ziel noch auf 40 Sekunden aus.  Mit einer Gesamtzeit von 53 min und 27 sec. holte ich mir den ersten Platz der Junioren .